Minerva und der Kentaur

In Auftrag gegeben wurde das Gemälde „Minerva und Kentaur“ von Lorenzo il Magnifico (der Prächtige) für die Hochzeit seines Cousins Lorenzo. Dargestellt werden soll mit dem Bildnis wahrscheinlich der Triumph der Tugend über die sexuelle Begierde.



Bild Beschreibung

Verziert ist das Gewand der Minerva mit verschlungenen Diamandringe, die gleichzeitig ein Symbol der Medici waren. Die Medici waren wiederum Botticellis größte Auftragsgeber. Ein Diamand steht darüber hinaus für standhafte Tugend. Wie auch die Göttin Minerva, die für die keusche Tugend steht.

Auf dem Haupt trägt die Göttin ein Myrthekranz. Auch um den Körper ranken die Mythezweige. Dabei steht die Myrthe symbolisch für die Junfräulichkeit. Außerdem stand der Myrthekranz für den Sieger der ohne blutvergießen aus einem Kampf als Sieger zurückkehrte.

Der Kentaur ist halb Mensch halb Pferd. Er steht für die unbändige Natur und ist damit der Gegenspieler der tugendhaften Minerva. Lediglich mit der Hand, ohne Gewalt, zügelt Minerva die unbändige Kreatur. Der Kentaur ist aber nicht wütend, sondern blick fast schon flehend.

Während die Minerva auf einer gepflegten Rasenfläche steht, ist der Kentaur vor einer rauen Felswand abgebildet. Beides entspricht den Charakteren und verdeutlicht noch einmal ihr Wesen.



Minerva und Kentaur

  Bild "Minerva und Kentaur" von Sandro Botticelli.

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